Montag, 15. Dezember 2014

IDT Biologika auf Platz 3 beim Hugo Junkers Preis 2014

Mit ihrem innovativen Herstellverfahren für einen rekombinanten Lebendimpfstoff beteiligt sich die IDT Biologika in der Kategorie „Angewandte Forschung“ am Hugo Junkers Innovationspreis 2014. Das zehnköpfige Team um Dr. Andreas Neubert, Leiter der Business Unit Impfstoffe der IDT Biologika, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Lebendimpfstoffe deutlich schneller und in großen Mengen produziert werden können. Diese Innovation ist am 15. Dezember in Magdeburg mit dem dritten Platz beim Hugo Junkers Preis gewürdigt worden. Insgesamt hatten 122 Bewerber ihre innovativen Projekte und Produkte eingereicht. Ausgelobt wird der Hugo Junkers Preis vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalts.

Bei dem nach dem neuen Verfahren hergestellten Impfstoff minimiert ein hoher Reinheitsgrad unerwünschte Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen oder Schocks. Für klinische Prüfungen wurde bereits Impfstoff zur Verfügung gestellt. Die exakte Dosierung, die Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen werden derzeit in klinischen Prüfungen am Menschen untersucht, damit der Impfstoff später zugelassen werden kann.

Links: Mit Dr. Andreas Neubert nahmen Angela Höer, Sabrina Pelz und Frances Wolf (von links) in Magdeburg den Preis für die IDT entgegen. Rechts: MDR-Moderatorin Susi Brandt interviewte die Gewinner-Teams auf der Bühne.
Links: Mit Dr. Andreas Neubert nahmen Angela Höer, Sabrina Pelz und Frances Wolf (von links) in Magdeburg den Preis für die IDT entgegen. Rechts: MDR-Moderatorin Susi Brandt interviewte die Gewinner-Teams auf der Bühne.

Das Impfvirus selbst ist unter IDT-Mitwirkung in Kanada auf molekularbiologischem Wege hergestellt worden. „Dank gentechnischer Verfahren kann man heute auf langwierige Kultivierungen verzichten und stattdessen schädliche Genabschnitte eines Impfvirus entfernen und Trägerpartikel gewinnen, die erwünschte Antigene enthalten“, erklärt Dr. Andreas Neubert, verantwortlich für das globale Impfstoff-Geschäft der IDT Biologika. Anschließend wird das abgeschwächte gentechnisch veränderte Impfvirus in Zellkulturen vermehrt.

Dafür braucht es Nahrung. Anstatt die Zellen wie in herkömmlichen Verfahren mit tierischen Seren zu füttern, setzen die Wissenschaftler chemisch definierte Nährlösungen ein. Sie verwenden ausschließlich Einwegmaterialien und erreichen mit einem speziell entwickelten Aufreinigungsverfahren bei vergleichsweise geringem technischen Aufwand eine Wirkstoffausbeute ohne Verluste. Der Anteil an Begleitstoffen wird weit unter das gesetzlich geforderte Minimum reduziert.

„Mit unserem Verfahren können in kurzer Zeit große Mengen Notfallimpfstoffe bereitgestellt werden“, betont Dr. Andreas Neubert. IDT will das Produktionsverfahren selbst in die regelmäßige Herstellung einführen sowie Lebendimpfstoffe im Kundenauftrag herstellen.

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