Herstellungsplattformen

Als einer der weltweit führenden Auftragshersteller (CDMO) für virale Impfstoffe, virale Vektoren für Gen- und Immuntherapeutika, onkolytische Viren, proteinbasierte Impfstoffe und andere Biologika verfügen wir über umfangreiche Erfahrung mit biologischen Prozessen und Technologien und im Umgang mit Lebendviren.

Umfassendes Serviceangebot

Es gibt heute praktisch kein vor- oder nachgelagertes Verfahren, das wir nicht anbieten. Da sich jeder Herstellungsprozess unterschiedlich gestaltet, muss für jedes Produkt die optimale Technologie gefunden werden. Sofern der Kunde noch keine Prozesstechnologie definiert hat, bestimmen wir gemeinsam mit ihm auf Grundlage unserer Expertise den optimalen Ansatz.

Zellfabriken

IDT Biologika arbeitet seit vielen Jahren mit Hyperstack-Zellfabriken. Diese etablierten Wannenstapel bieten wir in den Abmessungen von 1 bis zu 40 Ebenen (CF40) an. Unsere Methoden beim Einsatz von Hyperstack-Zellfabriken sind gut charakterisiert und die Prozesse sind durch aseptische Prozesssimulationen (APS) validiert. Häufig haben Kunden bereits einen Prozess unter Verwendung einer Zellfabrik definiert, wobei allerdings ist der Maßstab häufig begrenzt ist, etwa auf CF10. In diesem Fall skalieren wir den Prozess auf ein kommerzielles Volumen und transferieren ihn beispielsweise auf CF40.

Einweg-Rührtanks

Einwegrührtanks (STR) sind etablierte Inkubationsgefäße für die Zellkultivierung bei der Herstellung von Lebendviren. Bei IDT Biologika kann die STR-Technologie sowohl für Suspensionskulturen als auch für adhärente Kulturen verwendet werden. Bei adhärenten Zellkulturen nutzen wir die Microcarrier-Technologie um eine möglichst große Oberfläche für das Anheften und Wachstum der Zellen zu schaffen. Da adhärente Zellen eine große Oberfläche benötigen, ermöglicht dieser Ansatz eine effiziente Virusernte.

Je größer die Oberfläche ist desto mehr Zellen können inkubiert werden, so dass der Raum-Zeit-Ertrag tendenziell höher liegt als bei Zellfabriken. Weitere Vorteile sind minimale Bedieneingriffe und der Wegfall einiger Reinigungs-, Sterilisations- und Validierungsanforderungen, was wiederum das Risiko von Kontaminationen reduziert und die Reinheit optimiert. Weil Einweg-STR außerdem die Mischzeiten und die Verarbeitungszeit insgesamt reduzieren, stellen sie eine Schlüsseltechnologie für virale Impfstoffe und Vektoren dar.

Um das Zellwachstum zu forcieren, setzt IDT Biologika in der Zellkultivierung die Microcarrier-Technologie in Rührtanks ein. Microcarrier sind Partikel, die Zellen enthalten, auf denen das Virus wachsen kann. Sie bilden eine sehr große Oberfläche und optimieren damit die produzierte Virusmenge.

 

Bildrechte: Pall GmbH

iCELLis® - Bioreaktoren

iCELLis® Systeme wurden für das adhärente Zellwachstum zur Produktion viralen Impfstoffe und Vektoren für die Gen- und Immuntherapie entwickelt mit dem Ziel der Vereinfachung und Skalierbarkeit. Die Einrichtung und Bedienung von 2D-Systemen wie Zellfabriken, Rollerflaschen oder Microcarriern in Rührtanks kann sehr aufwändig sein. iCELLis® Bioreaktoren enthalten eine fixierte Oberfläche aus porösem Material, an dem die Zellen haften. Aufgrund der großen Oberfläche lassen sich hohe Erträge erzielen. Die Zellen wachsen in einer 3D - Umgebung, in der sich Temperatur, pH-Wert und gelöster Sauerstoff sehr gut kontrollieren lassen. Die iCELLis®-Technologie kann zudem sowohl im kleinen Maßstab als auch für große, kommerzielle Volumina eingesetzt werden. Aufgrund dieser Flexibilität eignet sie sich ideal für das Aufskalieren von Prozessen.

Wave Bioreaktoren™

Wave Bioreaktoren sind prozessbereite Zellkulturplattformen für biologische Produkte einschließlich Lebendviren. Das Kulturmedium und die Zellen werden aseptisch in einen vorsterilisierten Einwegbeutel gegeben, der dann auf einer elektrischen Wiegeplattform positioniert wird. Die dadurch ausgelöste Wellenbewegung führt zu einer guten Durchmischung und Sauerstoffübertragung in der Zellkultur. Dabei sind Volumina bis zu 200 Liter möglich. Wir verwenden dabei keine permanente Zelllinie, sondern eine primäre Zellkultur. Zur Zellinfektion wird die Virussaat aseptisch in den Beutel übertragen. Anschließend wird die infizierte Kultur inkubiert und schließlich geerntet. Gegenüber den traditionellen Rührtanks begrenzt die Wellenbewegung die Scherbelastung für die Zellen. Da der Beutel nach der Verwendung entsorgt wird, sind Reinigung und Sterilisation nicht erforderlich, während gleichzeitig Zeit eingespart und Kreuzkontaminationen reduziert werden. Wave-Bioreaktoren bieten damit eine weitere Möglichkeit, vorgelagerte Prozesse flexibler zu machen und zu beschleunigen.

Rollerflaschen

Rollerflaschen kommen als einfaches Inkubationssystem bei der Herstellung von Virusprodukten zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um ein 2D-System zur Kultivierung adhärenter Zellen, das einen ähnlichen Prozess verwendet wie traditionelle Kulturflaschen. Bei IDT Biologika können wir eine begrenzte Anzahl von Rollerflaschen mit Bedienern bearbeiten. Steigt allerdings die Chargengröße auf 800 Flaschen, nutzen wir zur Sterilitätssicherung ein Robotersystem. Das hält den Prozess aseptisch und frei von Kontaminationen.

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